Weiterbildungsverbund Carus Consilium Sachsen begleitet Studenten und junge Mediziner bis zum Facharzt /Fachärztin Allgemeinmedizin

Den Hausärzten in Sachsen, insbesondere im ländlichen Raum, fehlt der Nachwuchs. Auch scheint der Beruf des niedergelassenen Arztes offenbar für immer weniger junge Mediziner erstrebenswert zu sein. Umso wichtiger ist es, bei Studierenden die Motivation für die hausärztliche Tätigkeit zu steigern.

Vor mehr als acht Jahren wurde daraufhin der Weiterbildungsverbund Carus Consilium Sachsen (CCS) gegründet. Dieser gewährleistet im nahtlosen Übergang zum Studium eine kompetenzbasierte und  strukturierte Weiterbildung zur Fachärztin und Facharzt (FA) für Allgemeinmedizin. Im Mittelpunkt der Koordination des Verbundes stehen die angehenden Fachärztinnen und  Fachärzte und deren individuelle Gestaltung der Weiterbildung, sowie Karrierechancen in niedergelassenen Praxen und Krankenhäusern, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Fördermöglichkeiten. Mit mehr als 30 Partnern aus dem niedergelassenen Bereich und rund 20 Partnerkrankenhäusern ist das der größte Verbund in Sachsen. Für die mittlerweile zahlreichen jungen Mediziner kann so die gesamte Zeit als Weiterbildungsassistent/-assistentin in Krankenhaus und Praxis lückenlos und ohne weitere Bewerbung oder Umzug absolviert werden. Ziel ist eine fünfjährige Rotation durch die relevanten Weiterbildungsabschnitte, die den Inhalten und Vorgaben der Sächsischen Landesärztekammer entspricht. Seit November 2018 ist Mandy Gottschall Fachärztin für Allgemeinmedizin. Ihre Ausbildung hat sie über den Weiterbildungsverbund CCS absolviert: „Durch den Verbund ist eine lückenlose Rotation in Fächern möglich, in die man sonst nur schwer kommt. Auch werden Fächer angeboten, die nicht unbedingt "typisch" für die Weiterbildung zum Hausarzt sind, aber doch wichtig erscheinen (z.B. HNO). Zusätzlich kann durch die Organisation kürzerer Abschnitte ein breiteres Spektrum abgedeckt werden.“ Auch Sophie Zilian, seit Oktober 2018 Fachärztin für Allgemeinmedizin, profitierte ebenfalls von der Weiterbildung im Verbund: „Es ist von Vorteil, die Weiterbildung zur FÄ für Allgemeinmedizin im Rahmen der Weiterbildungsordnung relativ frei gestalten zu können. Die Möglichkeit zur Rotation in verschiedene Fachgebiete, sowohl ambulant als auch stationär, ist für die spätere Berufsausübung wichtig. Empfehlenswerte Fachgebiete sind da vor allem die Pädiatrie, Orthopädie und Dermatologie, natürlich neben der Inneren Medizin im stationären Bereich, um nur meine Favoriten zu nennen. Außerdem ist es gut, wenn man auch zwei allgemeinmedizinische Praxen im Rahmen der Weiterbildung kennen gelernt hat, da sich doch hinsichtlich Arbeitsweise, Praxisorganisation etc. deutliche Unterschiede finden können“, betont die ehemalige Weiterbildungsassistentin.

Der Weiterbildungsverbund Carus Consilium Sachsen leistet so seinen Beitrag, um gerade im ländlichen Raum die hausärztliche Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen.